Die Prinzessin und der Regenbogenhase
Es war einmal eine kleine Prinzessin namens Lilia. Sie lebte in einem Schloss ganz aus Licht und Blumen, hoch oben auf einem sonnigen Hügel. Eines Morgens entdeckte sie etwas Glitzerndes im Garten: ein weißer, kuscheliger Hase mit einem Fell so weich wie Wolken.

Der Hase kicherte leise und sagte:
„Komm, Prinzessin, lass uns rutschen!"
Noch bevor Lilia etwas sagen konnte, erschien ein großer, bunter Regenbogen über ihnen. Die beiden setzten sich oben auf den Bogen — und schwupps! — rutschten sie gemeinsam lachend hinunter. Der Wind kitzelte ihre Haare, und sie flogen mitten durch glitzernde Sonnenstrahlen.

Unten, am Ende des Regenbogens, leuchtete ein großes Feld voller Diamanten. Jeder Stein funkelte in einer anderen Farbe. Lilia hob einen auf — und plötzlich begann der Diamant selbst, wie ein Regenbogen zu leuchten!

Aus dem Licht des Diamanten erschienen zehn kleine Häuschen. Aus jedem kam ein Häschen heraus: grau, braun, schwarz, gefleckt — und sie alle hüpften auf Lilia zu. Die Häschen kuschelten sich um sie, und der weiße Hase flüsterte:
„Sie sind jetzt deine Freunde. Wenn du den Diamanten anschaust, kommen wir alle zu dir."
Seit diesem Tag fühlte sich Prinzessin Lilia nie mehr allein. Denn wann immer sie den Regenbogendiamanten berührte, kamen ihre Häschenfreunde zum Kuscheln.
Das Regenbogen-Gedicht
Ein Häschen weiß und wunderbar,
rutscht mit Lilia hinab, ganz klar.
Der Regenbogen glitzert bunt,
sie lachen laut aus vollem Mund.
Ein Diamant, so schön, so fein,
beginnt zu leuchten, groß und klein.
Zehn Häuschen wachsen aus dem Traum,
und Häschen hüpfen rundherum!
Sie kuscheln warm, sie sind nicht weit,
denn Freundschaft leuchtet jederzeit.
Ob Regen, Sonne oder Wind —
das Glück bei Freunden immer beginnt!